Torsten Kubbe Naturführungen + Themenwanderungen
Torsten Kubbe                              Naturführungen + Themenwanderungen

Nr. TK8 Wandern zwischen den Jahreszeiten: was unseren Vorfahren heilig war

Streckenwanderungen im Kreisherzogtum Lauenburg im Frühjahr, Sommer und Herbst für alle, die Lust auf einen etwas längeren Weg in schöner Natur haben. Auf abwechslungsreichen und versteckten Pfaden laufen wir jeweils verschiedene Rundwege von ca. 11 bis 13 Km in den Gemeinden Wentorf (Sandesneben), Ritzerau und Koberg. Im Wandel der Natur beschäftigen uns Bräuche und Rituale, die unseren Vorfahren in vorchristlicher Zeit wichtig und ein ständiger Begleiter des laufenden Jahres waren. Einige der mindestens acht verschiedenen Festlichkeiten des Jahres, die, inspiriert durch die Zeichen der Natur, von unseren keltischen/germanischen Vorfahren begangen wurden, sollen von uns näher thematisiert werden. Welchen Ursprung hatten diese Feste und wie wurden sie teilweise oder ganz ins Christentum überführt?

Die Betrachtung von Pflanzen und ggf. auch Tieren, die immer wiederkehrenden Zyklen von Sonne und Mond sowie die wechselnden Anteile von Tag und Nacht sind uns wichtige Wegweiser auf unseren Wanderungen. Welchen Zusammenhang stellten die Menschen in grauer Vorzeit aus diesen Naturereignissen und den stets herrschenden Kräften her, welche Bedeutung hatte dieses für den Erfolg von Ackerbau und Viehzucht und somit für das tägliche Leben? Als Orientierung mögen uns hierbei weitere spannende Themenfelder dienlich sein: die Menschen, die hier einst lebten, die Betrachtung typischer Wetterlagen im Laufe des Jahres, die Hintergründe von Bauernregeln und die wechselnden Früchte aus dem Wald und auf dem Feld.

Passend zum Jahresverlauf haben Sie die Wahl zwischen den nachfolgenden Touren:

 

Nr. TK8a Zwischen Ostara und Beltane: wenn das Leben wieder erwacht (Frühjahr)

Nr. TK8b Zwischen Litha und Lughnasadh: wenn Licht und Wärme wirken (Sommer)

Nr. TK8c Zwischen Mabon und Samhain: wenn die Natur sich zur Ruhe begibt  (Herbst)

Die komplette Tourinfo zum Ausdrucken
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PDF-Dokument [1.4 MB]

Nr. TK8a Zwischen Ostara und Beltane: wenn das Leben wieder erwacht (Frühjahr)

Eine Wanderung in der frühjahrszeitlichen Landschaft rund um den Schönberger Zuschlag. Warum feiern wir eigentlich Pfingsten? Angeblich hat jeder zweite Deutsche hierauf keine Antwort. Noch schwieriger wird es vermutlich, wenn man nach den Ursprüngen der verschiedenen Feste in vorchristlicher Zeit fragt. Auf dieser Streckenwanderung von ca. 12 Km durch die abwechslungsreiche Landschaft im Kreisherzogtum Lauenburg sind wir, passend in dieser Jahreszeit, zwei sehr alten Volksfesten des keltischen / "heidnischen" Brauchtums auf der Spur: Ostara, das Fest der Tag- und Nachtgleiche im Frühjahr um den 21. März sowie Beltane, das Fest des Lichts und Sommerbeginns um den 30. April. Was ehrten die Menschen gegenüber der Natur in Zusammenhang mit diesen Festen und welche Anknüpfungspunkte zu den bis heute gültigen Feiertagen der Christenheit lassen sich finden? Neben diesen Fragestellungen lassen wir auf unserer Wanderung die Natur und die Zeichen dieser Jahreszeit auf uns wirken. Dabei beschäftigen wir uns u. a. auch mit den typischen Wetterlagen in dieser Saison, alten Bauernregeln und deren Bedeutung und Auswirkung auf Landwirtschaft und Gartenbau. Die in Aufbruchsstimmung versetzte Natur inspiriert uns während der Wanderung zur Betrachtung unserer Ziele und Wünsche, die in den kommenden Monaten vor uns liegen.

 

Tourgebiet: Wälder und Wiesen westlich von Wentorf (Sandesneben) / Schönberger Zuschlag

Treffpunkt: 23898 Wentorf (Amt Sandesneben), Schüttenmoor 20

Kosten: € 7,00 pro Person, Kinder bis acht Jahre frei (Kosten über einen externen Träger, z. B. VHS, können abweichen).

Anmeldung erforderlich: ja, mind. 5 Teilnehmer   zur Anmeldung...
Anmerkungen: für Erwachsene und mind. schulpflichtige Kinder / Kondition für ca. 12 Km Wegstrecke und 5 Std. Aufenthalt erforderlich / feste Schuhe und wetterangepasste Kleidung /  Getränk + Verpflegung.

Nr. TK8b Zwischen Litha und Lughnasadh: wenn Licht und Wärme wirken (Sommer)

Im späteren Verlauf des Sommers hat sich das Land erwärmt; vielleicht liegt flirrende Hitze über den Wegen. Während dieser längsten Tage und kürzesten Nächte läuft die Natur auf Hochtouren: Bäume und Sträucher produzieren ihre Früchte, auf den Feldern gedeiht sattes Getreide. Und auch der Mensch blüht in diesen Monaten auf, ist aktiver und bewegter als im übrigen Jahr. Wenn wir über die Felder und durch die Wälder in der Umgebung der Gemeinde Ritzerau wandern (ca. 11 Km), liegt das Litha-Fest - die Sommersonnenwende um den 21. Juni und damit der längste Tag des Jahres - bereits hinter uns. Vor uns liegt ein frühes Erntedankfest: Lughnasadh am 2. August und der Übergang in den Spätsommer. In dieser dankbaren Jahreszeit beschäftigen uns wieder die Bräuche unserer Vorfahren, die Verehrung von Sonne, Wärme und Licht - unverzichtbare Voraussetzungen für das Einholen einer guten Ernte und damit einer gesicherten Versorgung über den Winter. Wie wirkt sich das Wetter in dieser Jahreszeit aus und hat welche Spuren in alten Bauernregeln hinterlassen? Die Betrachtung der alten Feste im Zusammenhang mit ersten Gedanken an den Erntedank kann uns während unserer Wanderung eine Anregung sein, ebenso ein erstes Fazit unseres eigenen Lebens im bisher verlaufenden Jahr zu ziehen.

 

Tourgebiet: Felder und Wälder nördlich und  westlich von Ritzerau

Treffpunkt: 23896 Ritzerau, hinter der Dorfstraße 33, 200 m auf der K26 in Richtung Duvensee bis zur nächsten Linkskurve weiterfahren. Vor der Kurve rechts einbiegen.

Kosten: € 7,00 pro Person, Kinder bis acht Jahre frei (Kosten über einen externen Träger, z. B. VHS, können abweichen).

Anmeldung erforderlich: ja, mind. 5 Teilnehmer   zur Anmeldung...
Anmerkungen: für Erwachsene und mind. schulpflichtige Kinder / Kondition für ca. 11 Km Wegstrecke und 5 Std. Aufenthalt erforderlich / feste Schuhe und wetterangepasste Kleidung /  Getränk + Verpflegung.

Nr. TK8c Zwischen Mabon und Samhain: wenn die Natur sich zur Ruhe begibt (Herbst)

Vielleicht ist der Herbst unsere spannendste Jahreszeit: die Natur beschenkt uns mit ihren reichen Gaben, zeigt uns aber auch einmal mehr, dass alles vergänglich ist - und erst so der Weg für einen Neuanfang bereitet wird. Wenn die Pflanzen- und Tierwelt sich für den bevorstehenden Winter bereit macht, muss sich auch der Mensch auf die dunkle und vielfach ungeliebte Jahreszeit einstellen... Wir bewegen uns zwischen den bedeutenden Festen Mabon, der Tag- und Nachtgleiche im Herbst um den 23. September, sowie Samhain am 31. Oktober, wenn - ganz allgemein dargestellt - den Verstorbenen gedacht wird. Während unserer Wanderung in den Landschaften rund um Koberg blicken wir auf unsere Vorfahren zurück, für die es selbstverständlich war, den Erntedank zu feiern und dem grauen November mit mystischem Respekt zu begegnen. Was ist von diesen Bräuchen heutzutage noch übrig geblieben oder abgewandelt? Ist diese Jahreszeit wirklich nur dunkel oder ist es bloß das, was wir daraus machen? Mit welchen Wettertendenzen müssen wir während dieser Saison rechnen und wie wirken sich diese in der Natur aus? Wenn die Tage allmählich kürzer werden und sich das Laub verfärbt und schließlich fällt, sollten auch wir innerlich einkehren. Auf unserer Herbstwanderung können wir vielleicht mit Dankbarkeit auf die guten Dinge dieses Jahres zurückschauen, manche Ereignisse einfach loslassen und den neuen Entwicklungen der nahen Zukunft hoffnungsvoll entgegen blicken.

 

Tourgebiet: rund um Koberg, Waldgebiete und Felder, NSG Hevenbruch

Treffpunkt: 23881 Koberg, Ecke Dorfstraße / Am Knüll

Kosten: € 7,00 pro Person, Kinder bis acht Jahre frei (Kosten über einen externen Träger, z. B. VHS, können abweichen).

Anmeldung erforderlich: ja, mind. 5 Teilnehmer   zur Anmeldung...
Anmerkungen: für Erwachsene und mind. schulpflichtige Kinder / Kondition für ca. 11 Km Wegstrecke und 5 Std. Aufenthalt erforderlich / feste Schuhe und wetterangepasste Kleidung /  Getränk + Verpflegung.

Rausgehen und Bewegen, Entdecken und Erleben!

 

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